Vorsorge
Welches sind die Risikofaktoren?
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Rauchen
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Bluthochdruck
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Diabetes mellitus
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Erhöhung der Blutfettwerte
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Familiäre Belastung
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Übergewicht
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Andere Risikofaktoren
Risikofaktoren
Durch die Vermeidung oder die Behandlung von Risikofaktoren des Herzkreislaufsystems können Krankheiten wie z. B. Herzinfarkt häufig eingedämmt werden. Als Risikofaktoren bezeichnet man Voraussetzungen, die zu einer Schädigung des Menschen zu einer Krankheit führen können. Auf diese Weise entstehen Durchblutungsstörungen. Die Arteriosklerose ist die Hauptursache der koronaren Herzkrankheit. Andere Ursachen treten sehr häufig in Kombination mit der Arteriosklerose auf. Für die Arteriosklerose gibt es zahlreiche Risikofaktoren, deren Vermeidung für die Vorbeugung (Prävention) dieser Erkrankung eine wichtige Rolle spielt. Zahlreiche Risikofaktoren begünstigen die Entstehung von Arteriosklerose. Einige davon seien hier beispielhaft genannt:
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Rauchen – Nikotin greift die Gefäßwand an und führt zu Kalkablagerungen in den Gefäßen. Raucher haben in Abhängigkeit von der Anzahl täglich gerauchter Zigaretten und der Anzahl der Jahre, in denen geraucht wurde (Zigarettenpackungsjahre) ein 2 – 5-fach erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden.
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Arterielle Hypertonie (arterieller Bluthochdruck)
Der erhöhte Druck in den Arterien führt zu winzigen Schäden in der Gefäßwand und damit ebenfalls zu Ablagerungen und Verengungen. Definitionsgemäß liegt ein Bluthochdruck bei Werten über 140mmHg systolisch (oberer Wert) und/oder 90mmHg diastolisch (unterer Wert) vor. Allgemeinmaßnahmen zur Blutdrucksenkung sind ggf.: Gewichtsreduzierung, Sport, kochsalzarme Diät, Einschränkung des Kaffee- und Alkoholkonsums.
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Diabetes mellitus
Die Blutzuckerkrankheit schädigt auf verschiedene Art und Weise die großen und kleinen Arterien des Körpers. Das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall ist für einen Diabetiker 3-5 mal höher als für einen Nicht-Diabetiker. Durch eine gute Blutzuckereinstellung lassen sich diese Schäden verlangsamen. Deshalb ist eine frühzeitige Erkennung des Diabetes lebenswichtig. Eine gute Methode ist die regelmäßige Messung des Nüchtern-Blutzuckers. Mehr als die Hälfte der an Diabetes mellitus erkrankten Patienten erkranken an einer KHK. Diabetiker haben im Vergleich zu Nichtdiabetikern ein 2–3fach erhöhtes Risiko, an einer KHK zu erkranken.
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Erhöhung der Blutfettwerte: Zu den Blutfetten gehören u.a. das Cholesterin und die Fettsäuren (Triglyzeride). Das Gesamt-Cholesterin setzt sich wiederum aus dem schützenden HDL-Cholesterin und aus dem ungünstigen LDL-Cholesterin zusammen. Ein hohes LDL- und ein niedriges HDL-Cholesterin führt zu einer Fett- und später Kalkeinlagerung in die Arterienwand. Der Cholesterin-Wert wird durch die Nahrungszunahme und auch durch genetische Faktoren beeinflusst. So kann es vorkommen, dass auch schlanke Menschen erhöhte Werte haben. Zur Cholesterin-Senkung sollte man tierische Produkte reduzieren (fettes Fleisch, Butter, Eier) und durch pflanzliche ersetzten. Auch Sport und ein geringer Alkoholkonsum wirken sich günstig aus. Ein erhöhter Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämie): Die Hypercholesterinämie gehört, in Bezug auf Morbidität und Mortalität, mit zu den wichtigen Risikofaktoren der KHK. In mehreren großen Studien konnte gezeigt werden, dass das kardiovaskuläre Risiko mit einer Erhöhung des Gesamtcholesterins und des LDL-Cholesterin steigt. Das HDL-Cholesterin wirkt kardioprotektiv.
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Genetische Disposition / Familiäre Belastung
Zu den Risikofaktoren gehören zudem vom Patienten nicht beeinflussbare oder konstitutionelle Risiken, wie das Alter und das Geschlecht und eine genetische Prädisposition,. Die genetische Veranlagung gehört zu den Risikofaktoren, die man leider nicht beeinflussen kann. Sollte ein Elternteil (oder beide) an einer Herzkreislauferkrankung in einem bestimmten Alter leiden oder gelitten haben, ist eine besonders strenge Beachtung der anderen Risikofaktoren zu empfehlen.
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Übergewicht
Durch Übergewicht und Bewegungsmangel erhöht sich das Risiko, an einer Herzkreislauferkrankung zu erkranken. Das Risiko, dass Übergewichtige an kardiovaskulären Erkrankungen sterben oder hospitalisiert werden, ist nach den Ergebnissen wissenschaftlicher Beobachtungsstudien auch dann erhöht, wenn sie weder eine Hypertonie noch erhöhte Cholesterinspiegel haben und Nichtraucher sind. Eine ausgewogene Ernährung in Kombination mit ausreichender Bewegung spielen daher eine große Rolle Ab einem BMI von 35 steigt das Risiko deutlich an.
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Psychosoziale Faktoren
Inzwischen existieren zahlreiche Studien, die aufzeigen, dass psychische Faktoren bei der Entstehung koronarer Herzerkrankungen eine wichtige Rolle spielen. Die persönlichen Lebensumstände müssen daher bei der Behandlung eine viel stärkere Berücksichtigung finden.
Verschiedene psychosoziale Faktoren, wie beispielsweise als negativ empfundener Stress, Angst, soziale Isolation und depressive Verstimmungen können sowohl die Entstehung aber auch den Verlauf einer koronaren Herzerkrankung negativ steuern. So erhöhen beispielsweise Angsterkrankungen die Sterblichkeit. Eine auf den Patienten abgestimmte Psycho- und Verhaltenstherapie kann eine sinnvolle Maßnahme bei der Behandlung einer Herzkrankheit sein.
Auch das Wechselspiel aus psychischer Erkrankung und Herzleiden ist mittlerweile bewiesen. So entwickeln depressive Menschen häufiger eine Erkrankung des Herzens als psychisch gesunde Menschen. Auch andersherum funktioniert die Verbindung aus Herz und Psyche. So wird eine bestehende Gefäßerkrankung negativ beeinflusst, wenn beispielsweise eine Depression vorliegt.
Die einzelnen Risikofaktoren wirken nicht nur synergistisch, sondern erhöhen zusammen das kardiovaskuläre Risiko überproportional, potenzieren sich.




